undconsorten LLP


Beim Talent Management der Zukunft geht es nicht mehr nur um Führungskräfte oder eine kleine, ausgewählte Gruppe von Mitarbeitern: Die Teilnehmer des diesjährigen „European Talent Management Round Table“ von undconsorten diskutierten über breitere Definitionen von Talenten, die gefunden und gefördert werden müssen, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter fit für kommende Herausforderungen zu machen.


Was sind die Anforderungen an das Talent Management der Zukunft in Organisationen, die sich vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Globalisierung auf neue Geschäftsmodelle, veränderte Arbeitsweisen und Ansprüche sowie den demografischen Wandel einstellen müssen? Wie definieren Unternehmen Talente neu und welche Talente und Kompetenzen sind in den kommenden Jahren gefragt? Wie müssen sich Unternehmenskulturen, der Mindset der Mitarbeiter und das Verständnis von Führung ändern?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, trafen sich Ende April Top-HR-Führungskräfte von 19 global operierenden Unternehmen auf Initiative von undconsorten zum sechsten „European Talent Management Round Table“ im Düsseldorfer Headquarter von Vodafone. Seit 2009 lädt undconsorten ausgewählte Talent-Management-Vertreter regelmäßig zu diesen Gesprächsrunden ein. In vertrauensvoller Atmosphäre können sich die Teilnehmer offen über ihre erfolgreichen, aber auch über die nicht erfolgreichen Ansätze austauschen und gemeinsam neue Ideen entwickeln.

„Der Round Table bringt die externe Sichtweise von undconsorten und die Erfahrungen aus der Praxis verschiedener Unternehmen zusammen. Kern dabei ist die offene Diskussion im kleinen Kreis - auch über Fehlschläge und Probleme - durch die alle voneinander lernen können”, sagt Dr. Corinna Fink, Associate Principal von undconsorten. Davon profitieren die Teilnehmer aus den Unternehmen:

„Der offene Austausch mit den Kollegen hat mir gezeigt, dass ich nicht alleine vor bestimmten Herausforderungen stehe, sondern es in allen Unternehmen die gleichen Themen gibt. Die Gespräche haben mir viele Denkanstöße geliefert, die ich sehr gerne mitnehme.”

— Sundar Subramaniam, Head of Global Talent Management bei BASF

Kompetenzlücken und mangelnde Transparenz

Die größten Herausforderungen im Talent Management


Skill-Entwicklungsbedarfe
54%
Talentkultur
46%
Wenige Besetzungsmöglichkeiten
35%
Fehlende Transparenz
27%
Veränderte Erwartungen
23%
Fehlende Mobilität von Talenten
19%

Diesmal identifizierten die Teilnehmer die wichtigsten Herausforderungen, vor denen sie beim Talent Management in den sich wandelnden Organisationen stehen: 54 Prozent der Befragten machten die Lücke zwischen den Anforderungen der Unternehmen und den Kompetenzen der Bewerber und Mitarbeiter als größte Herausforderung der kommenden Jahre aus. Zugleich fehlen vielerorts geeignete Positionen, um Talente ans Unternehmen zu binden und weiter zu entwickeln. Die mangelnde Transparenz, die es schwer macht Talente im eigenen Unternehmen zu finden und zu fördern, wurde als weiteres Hindernis genannt. Zudem müssen sich die Personalverantwortlichen mit veränderten Erwartungen der Arbeitnehmer sowie der mangelnden Mobilität der Talente befassen.

Beim Austausch der Teilnehmer des Round Table wurde schnell deutlich, dass Unternehmen ihre Definition von Talenten künftig weiter fassen und sich im Talent Management nicht länger auf Spitzenkräfte und den Führungsnachwuchs fokussieren können - nicht nur, weil die Hierarchien in agilen Organisationen flacher werden und neben Führungsqualitäten mehr Teamfähigkeit gefordert ist. Zugleich werden im kommenden Jahrzehnt verstärkt andere Qualitäten gefragt sein – wie etwa Flexibilität, selbstständiges Arbeiten, technische Kenntnisse, Fachkompetenz und vor allem die Fähigkeit, agil zu denken und zu arbeiten.

Potenziale erkennen und ausbauen

Die Ergebnisse im Überblick

„Everybody has a talent!”, lautet die Devise für das Talent Management der Zukunft. Das Spektrum der benötigten Talente wird breiter und es gilt für jeden Mitarbeiter sein Talent zu entwickeln. Dazu braucht es mehr Perspektiven bei der Identifikation von Talenten und eine intelligente Datenanalyse in den Unternehmen, um die Potenziale der Mitarbeiter schneller und besser zu erkennen und auszubauen.

Auf internen Marktplätzen können Unternehmen offene Stellen und Projektrollen ausschreiben und Mitarbeitern Anreize bieten, sich zu bewegen und weiter zu qualifizieren.

Denn wenn jeder ein Talent ist, trägt der Einzelne auch mehr Verantwortung für seine berufliche Entwicklung. Und die Bewertung der Talente darf künftig nicht mehr den direkten Vorgesetzten überlassen bleiben, sondern muss auf eine breitere Basis gestellt werden – dazu gehört auch, dass die Mitarbeiter selbst stärker mit einbezogen werden.

Wie diese Erkenntnisse das Talent Management von morgen verändern, erfahren Sie in unserer kommenden Veröffentlichung zum Talent Management 4.0.

    Die Ergebnisse im Überblick zum Download


Unsere Talent Management Spezialisten stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung:

Dr. Axel Hüttmann
Partner

Christoph Thoma
Associate Partner

Dr. Corinna Regnery
Associate Principal

Thekla Schmidt
Senior Associate