Change-Kompetenz dort entwickeln, wo Veränderung umgesetzt wird

Ihre Organisation verändert sich, doch Führungskräfte finden im Alltag schwer den passenden Umgang mit Widerstand, Kommunikation und Umsetzung? Wir entwickeln Change-Kompetenz an realen Veränderungsvorhaben: Führungsteams arbeiten an ihrer eigenen Change-Architektur und übertragen die Erkenntnisse direkt in die laufende Umsetzung.  Das passt besonders, wenn konkrete Initiativen anstehen und die Organisation lieber gezielt mit ausgewählten Bereichen startet, statt ein allgemeines Training über alle Führungsebenen auszurollen. 

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Wann passt ein Learning-by-Doing-Ansatz?

Der Ansatz ist sinnvoll, wenn:  

- eine konkrete Transformation oder Veränderungsinitiative bereits läuft oder kurzfristig startet

- Führungskräfte an realen Umsetzungsfragen arbeiten sollen, nicht nur an allgemeinen Change-Grundlagen

- es Bereiche gibt, in denen neue Arbeitsweisen erprobt und ausgewertet werden können

- die Organisation Change-Kompetenz schrittweise aufbauen und aus konkreten Erfahrungen lernen will

Wenn zunächst eine gemeinsame Grundsprache oder Basiswissen fehlt, kann ein kompaktes Basismodul sinnvoll sein. Ein Programm ohne reale Veränderungsvorhaben bietet dagegen wenig Ansatzpunkte für den hier beschriebenen Transfer.

Was entsteht im Programm?

Die konkreten Ergebnisse richten sich nach der Initiative. Typischerweise erarbeiten die beteiligten Führungskräfte:

- eine klare Beschreibung des Veränderungsvorhabens und der angestrebten Wirkung

- eine Change-Architektur mit Zielgruppen, Verantwortlichkeiten und Beteiligungsformaten

- eine schlüssige Storyline und passende Kommunikationsformate

- einen Umgang mit absehbaren Widerständen und kritischen Umsetzungspunkten

- einen konkreten Umsetzungs- und Lernplan für die nächste Phase

Die Führungskräfte entwickeln diese Bausteine gemeinsam mit den relevanten Beteiligten. Sparring, Coaching und Peer-Learning unterstützen dabei, sie im Arbeitsalltag weiterzuentwickeln.

Warum scheitern generische Change-Trainings an der Praxis?

Generische Trainingsformate zu Themen wie Unconscious Bias, Arbeitsrecht oder Effizienzführung vermitteln Konzepte, ohne sie an den konkreten Veränderungskontext der Organisation zu koppeln. Führungskräfte verlassen solche Trainings mit theoretischem Wissen, aber ohne übertragbare Handlungsfähigkeit für die eigenen, laufenden Initiativen. Der Effekt verpufft, sobald die reale Komplexität eines Transformationsprozesses auf die Führungskraft trifft. 

Typischer Auslöser für ein maßgeschneidertes Programm ist eine Organisation, die sich in einem mehrjährigen, strukturellen Transformationsprozess befindet – etwa durch Technologiewandel, Digitalisierung oder Internationalisierung – und ein neues Führungsleitbild in der Praxis verankern will, statt es nur zu kommunizieren.

Wie starten wir mit einer passenden Initiative?

Zu Beginn betrachten wir gemeinsam die Veränderungsvorhaben, die strategisch relevant sind und bei denen Führung einen konkreten Unterschied machen kann. Anschließend wählen wir Pilotbereiche nach Zielklarheit, Führungsverantwortung und Umsetzbarkeit aus. So wird das Programm auf reale Prioritäten ausgerichtet und nicht allein nach Hierarchie oder Teilnehmerzahl dimensioniert. 

Wie unterscheidet sich ein Learning-by-Doing-Ansatz von einer klassischen Lernreise?

Eine klassische Lernreise kann Inhalte systematisch über mehrere Führungsebenen hinweg vermitteln. Der hier beschriebene Learning-by-Doing-Ansatz setzt ergänzend bei konkreten Veränderungsvorhaben an und begleitet ausgewählte Pilotbereiche intensiv. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt davon ab, ob zunächst gemeinsame Grundlagen, direkte Umsetzungsunterstützung oder beides gebraucht wird. Weitere Ebenen werden entsprechend ihrer Rolle in der jeweiligen Initiative eingebunden.

Was differenziert den undconsorten-Ansatz?

Wir verbinden Lernen mit der realen Veränderungsarbeit Ihrer Organisation. Führungskräfte entwickeln ihre Change-Architektur an konkreten Initiativen und reflektieren Umsetzung und Wirkung gemeinsam mit den Beteiligten. So wächst nicht nur Wissen, sondern auch die Fähigkeit, Veränderung im eigenen Arbeitskontext wirksam zu gestalten.

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Für welche Veränderungsvorhaben ist dieser Ansatz geeignet?

Die begleitete Entwicklung von Change-Kompetenz eignet sich besonders für Organisationen, die nicht bei allgemeinem Grundlagenwissen stehen bleiben möchten, sondern an einer konkreten Transformation arbeiten. Typische Ausgangslagen sind:

  • die Einführung eines neuen Target Operating Models oder einer veränderten Organisationsstruktur,
  • die Umsetzung einer Digitalisierungs-, Technologie- oder Internationalisierungsinitiative,
  • die Verankerung eines neuen Führungsleitbilds in der operativen Praxis,
  • eine Transformation, bei der Führungskräfte mit hoher Veränderungsdynamik, unterschiedlichen Interessen oder spürbarem Widerstand umgehen müssen,
  • oder der Wunsch, eine neue Arbeitsweise zunächst in relevanten Pilotbereichen zu erproben und danach gezielt zu skalieren.

Wie ist ein solches Programm typischerweise aufgebaut?

Ein dreistufiger Aufbau hat sich bewährt:

Basismodul für die oberen Führungsebenen:

Aufbau einer gemeinsamen Sprache zu Change-Prozessen, kompakt gehalten. Ergebnis ist unter anderem die Identifikation geeigneter Pilotbereiche für die weitere Begleitung.

Pilotauswahl & Validierung:

Prüfung und Schärfung der ausgewählten Pilotbereiche unter Einbindung der nächsten Führungsebene, um Passung und Realisierbarkeit sicherzustellen.

Intensive Begleitung hierarchieübergreifender Kohorten:

Eine mehrwöchige Phase mit Selbstlern-Elementen, Workshops zur Entwicklung konkreter Change-Architekturen sowie Trainings zu Storyline und Kommunikationsformaten. Anschließend folgt eine Transfer-Phase mit Sparring, Coaching und Peer-Learning, in der die Eigenverantwortung zunehmend beim Führungsteam selbst liegt.

Diese Struktur stellt sicher, dass Trainingsinhalte nicht isoliert vermittelt, sondern unmittelbar an realen Initiativen erprobt und verankert werden.

Anwendungsszenarien: 

Führungskräfteentwicklung im Kontext realer Transformationsprozesse

Szenario 1: Infrastrukturunternehmen im technologischen Umbau

Ausgangssituation:

Ein Infrastruktur- oder Netzbetreiber mit mehreren tausend Mitarbeitenden befindet sich in einem mehrjährigen Transformationsprozess, getrieben durch den Umbau der zugrundeliegenden Technologiebasis, Digitalisierung und stärkere internationale Ausrichtung. Ein neues Führungsleitbild ist entwickelt, doch bisherige Trainingsformate sind zu generisch, um Führungskräfte auf die konkreten Veränderungsanforderungen vorzubereiten. 

Vorgehen:

Die Begleitung an laufenden Change-Initiativen bietet den beteiligten Führungskräften einen Rahmen, um den Umgang mit Widerständen und Change-Kommunikation im eigenen Kontext zu erproben und zu reflektieren. Veränderungen der wahrgenommenen Handlungssicherheit oder Umsetzungsgeschwindigkeit sollten nur mit geeigneter Datenbasis und Freigabe als Fallbeobachtung ergänzt werden.

Wirkung:

Projekte dieser Art zeigen typischerweise, dass sich die wahrgenommene Handlungssicherheit von Führungskräften im Umgang mit Widerständen und Change-Kommunikation deutlich erhöht, wenn Trainingsinhalte direkt an laufende Initiativen gekoppelt werden. In vergleichbaren Programmen berichten Organisationen von einer spürbaren Beschleunigung der Umsetzungsgeschwindigkeit ausgewählter Pilotinitiativen gegenüber nicht begleiteten Vergleichsbereichen.

Szenario 2: Produktionsunternehmen mit dezentraler Führungsstruktur im Wandel 

Ausgangssituation: 

Ein produzierendes Unternehmen mit regional verteilten Standorten und mehreren hundert Führungskräften über vier Hierarchieebenen hinweg steht vor der Aufgabe, ein neues strategisches Zielbild in der operativen Führungspraxis zu verankern. Frühere, flächendeckende Trainingsprogramme haben keine nachhaltige Verhaltensänderung bewirkt. 

Vorgehen:

Die Pilotierung bündelt die Begleitung auf ausgewählte Bereiche. Die dort entwickelten Ansätze und Lernerfahrungen können für eine mögliche spätere Übertragung aufbereitet werden. Aussagen zu Ressourceneinsatz oder Praxisrelevanz sollten nur mit dokumentierter Vergleichsbasis und Freigabe ergänzt werden.

Wirkung:

Vergleichbare Organisationen berichten, dass die Fokussierung auf wenige Pilotbereiche statt einer flächendeckenden Lernreise den Ressourceneinsatz typischerweise um 30–50 % reduziert, bei gleichzeitig höherer wahrgenommener Praxisrelevanz durch die Führungskräfte selbst. Die entwickelten Change-Architekturen aus den Pilotbereichen dienen häufig als Vorlage für die spätere Übertragung auf weitere Organisationsteile.

Was verbindet beide Szenarien?

Beide Szenarien illustrieren eine mögliche Gestaltungslogik: Change-Kompetenz lässt sich durch eine Kombination aus gemeinsamen Lernimpulsen, der Arbeit an konkreten Initiativen und begleiteter Reflexion weiterentwickeln. Welche Formate geeignet sind und welche Wirkung sie erzielen, hängt von Ausgangslage, Zielgruppen und Umsetzungskontext ab und sollte anhand vereinbarter Kriterien überprüft werden.

Praxisbeispiel Viessmann

Bei der Einführung eines neuen Target Operating Models wurden laufende Entwicklungs- und Produktprojekte als Frontrunner genutzt. Die Teams wurden im Arbeitsalltag begleitet; Erfahrungen aus der Umsetzung flossen in iterative Lernzyklen ein. 

Mehr zum Case „Viessmann – Agile Change-Begleitung“.

Woran erkennen Sie den passenden Beratungspartner für Change-Kompetenz?

Wenn Führungskräfte Veränderung wirksam umsetzen sollen, reicht Erfahrung mit allgemeinen Change-Trainings nicht aus. Entscheidend ist, ob ein Beratungspartner Lernen, konkrete Veränderungsarbeit und anschließenden Transfer zusammenbringen kann.

Bei der Auswahl eines Partners für Change Management und Führungskräftebefähigung sollten Sie insbesondere darauf achten, ob er:

  • konkrete Veränderungsvorhaben so strukturieren kann, dass Führungsteams daran arbeiten und lernen können,
  • die Anforderungen verschiedener Führungsebenen berücksichtigt, ohne daraus ein rein hierarchisches Trainingsprogramm zu machen,
  • Change-Architektur, Kommunikation, Umgang mit Widerstand und Umsetzung konsequent miteinander verbindet,
  • Führungskräfte auch zwischen Workshops durch Sparring, Coaching und Peer-Learning in der Anwendung begleitet,
  • und gemeinsam mit Ihnen prüft, welche Pilotbereiche fachlich relevant und praktisch umsetzbar sind.

undconsorten verbindet Change-Beratung mit der Entwicklung von Führung und Organisation. Wir arbeiten nicht mit einem standardisierten Trainingskatalog, sondern entwickeln das Programm entlang Ihrer strategisch relevanten Veränderungsinitiativen. So entstehen konkrete Ergebnisse für die laufende Umsetzung und zugleich nachhaltige Change-Kompetenz in den beteiligten Führungsteams.

Der nächste Schritt: eine geeignete Veränderungsinitiative auswählen

Erstgespräch prüfen wir gemeinsam, welches Vorhaben sich für eine begleitete Entwicklung von Change-Kompetenz eignet, welche Führungsebenen beteiligt werden sollten und welche konkreten Ergebnisse gebraucht werden. Daraus entsteht ein passender Einstieg für Ihre Organisation.

 

Change - Initiative im Erstgespräch prüfen

Sebastian Roltsch
Sebastian Roltsch
Associate Principal

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Dr. Florian Dressler
Dr. Florian Dressler
Partner

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FAQ – Häufige Fragen

Warum wird nicht die gesamte Führungsmannschaft gleichzeitig geschult?
Wie wählen wir die Pilotbereiche aus?
Wie lange dauert die intensive Begleitungsphase?
Was passiert mit Führungskräften, die nicht in einem Pilotbereich tätig sind?
Wie wird sichergestellt, dass die Trainingsinhalte tatsächlich praxisrelevant sind?
Brauchen wir vor dem Programm bereits ein Change-Modell oder eine Change-Methodik?
Wie wird der Transfer nach Workshops und Lernformaten gesichert?