Team Moments That Matter

Teams sind in der heutigen Arbeitswelt essenziell

Teamarbeit prägt unser tägliches Schaffen. Dabei sind Teams für viele Mitarbeitende in größeren Organisationen der wichtigste Bezugs- und Ankerpunkt. Denn Zusammenarbeit, Problemlösung, Innovation, Lernen, Weiterentwicklung und Wertschätzung finden vorwiegend in Teams statt – auch in Top Teams.

Unsere Sicht auf High-Performing Teams, die Analogie zu professionellen Bergsteigerteams und welche Fragen vor dem Aufbrechen gestellt und beantwortet werden sollten, haben wir hier dargestellt.

Worauf es dann während der Unternehmung ankommt und warum, erläutern wir im nachfolgenden Artikel zu High-Performing Teams.

„Team Experience“ ist für den Erfolg von Teams zentral

„Employee moments that matter“ – das Konzept leitet sich ab aus den „Moments of Truth“ bei Customer Journeys. Wir beobachten bei einigen unserer Klienten dazu vielversprechende Ansätze und sehen enormes Potenzial für die Entwicklung von Mitarbeiter:innen und Organisationen.

Teams dominieren den Arbeitsalltag fast zwangsläufig. Die Momente sollten daher auch auf die Teamebene zugeschnitten sein. Sie haben enorme Wirkung auf Wohlbefinden, Kultur, Resilienz und Leistung von einzelnen Mitarbeiter:innen, Teams und folglich auch ganzen Organisationen.

Doch was macht solche konkreten Momente aus? Werfen wir einen gemeinsamen Blick auf unsere „Wanderkarte“:

Veränderungen in der Wandergruppe

Ein Wanderer stößt zur Wandergruppe hinzu oder verlässt sie.
Es geht dann darum, neue Weggefährten schnellstmöglich inhaltlich einzubinden und Abgänge so zu moderieren, dass dem Team kein Schaden entsteht (erfolgreiches On- bzw. Offboarding). Die gemeinsame Reflexion ist ebenfalls wichtig: was bedeuten die Veränderungen für das Team und die Mitglieder in Bezug auf Rollen, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Entwicklungsmöglichkeiten?

Spannungen in der Wandergruppe

Ein Konflikt tritt auf innerhalb der Wandergruppe.
Hier kommt es zuerst darauf an, den Auslöser transparent zu machen. Es geht darum, die unterschiedlichen Wahrnehmungen aufzuklären, welche die Spannungen verursacht haben. Ein Clean-the-air Meeting mit klaren Ableitungen, mit Verbindlichkeit und dem Blick nach vorne, kann hier Entlastung schaffen.

Gegenseitiges Absichern

Ob im normalen Wandermodus oder bei fordernden Kletterpassagen, Vertrauen ist ein zentraler Hebel für Team Performance. Manchmal kommt es darauf an, befreit loslassen zu können, an anderer Stelle ist das gegenseitige Absichern mit Standplatz und Kletterseil überlebensnotwendig. Um Vertrauen aufzubauen ist ein Vertrauensvorschuss notwendig. Zusätzlich bedarf es Coaching, sobald technisch anspruchsvolle Passagen bewältigt werden müssen. Ein guter „Bergführer“ arbeitet mit kontinuierlichem Feedback und dem Vorleben einer lernenden Seilschaft („Learning Organization“), denn limitierender Faktor ist immer das schwächste Mitglied.

Neue Energie wird benötigt

Gerade das Feiern von Geleistetem ist wichtig, ob auf dem Weg oder am Ziel, und zugleich häufig unterschätzt. Das Gipfelfoto, der Eintrag ins Gipfelbuch, auch ein Vesper mit grandiosem Ausblick auf den Aufstiegsweg bieten die Möglichkeit, gemeinsam die Seele baumeln zu lassen und dem Erlebten nachzuspüren – alles Rituale, die helfen, Teamzusammenhalt zu festigen und sich gegenseitiger Wertschätzung zu versichern. Das weckt Kräfte für neue Gipfelbesteigungen!

Und so können Sie Ihre individuelle „Team Experience“ gestalten

Menschen erinnern sich häufiger, intensiver und detaillierter an negative oder belastende Erlebnisse. Positive und bestärkende Erfahrungen erzeugen oft weniger Reibung und damit Bewusstsein. Umso wichtiger ist es, solchen Stress aufzuarbeiten und aus ihm für die Zukunft lernen. Am besten gelingt dies gemeinsam, in einem von Vertrauen geprägten Umfeld.

Ob Momente positiv oder negativ wahrgenommen werden ist eine Frage der Perspektive. Es gilt daher, ein gemeinsames Verständnis des Erlebten zu befördern. Diesem notwendigen ersten Austausch im Team kann sich dann eine wertvolle Diskussion anschließen.

In der Theorie mag das Aufspüren, Analysieren und vor allem der Umgang mit diesen Momenten simpel erscheinen. In der jeweiligen realen Situation gehört aber oft doch etwas Disziplin und Knowhow zur erfolgreichen Umsetzung. Auf dem Weg zu einem High-Performing Team sind diese Schritte aber unabdingbar.

Nutzen Sie also unsere Wanderkarte in Ihren Teamroutinen, um einerseits zurückzublicken, welche denkwürdigen Ereignisse Sie auf Ihrer Reise hatten und wie mit ihnen umgegangen wurde. Andererseits lohnt sich auch der Blick nach vorne. Überlegen Sie, welche Momente Sie erwarten und wie Sie diese proaktiv gestalten. So können Sie bestärkende Erlebnisse fördern und vermeintlich belastende Reize reduzieren oder zumindest besser moderieren. Oft können dann gerade Belastungsproben echte Chancen zur Entwicklung bieten – für das Team und für jeden Einzelnen.

Gerade in volatilem Umfeld und auf unsicherem Terrain können „Team Moments that Matter“ über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Wanderkarte dabei zusätzliche Orientierung bieten kann.

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen, Kommentare und Rückfragen. Sprechen Sie uns gezielt an, wenn Sie sich eingehendere Beratung wünschen. Je nach Vorhaben begleiten wir Sie dann gerne auch als Wander- oder Klettercoach, Sherpas, Bergführer oder Expeditionsplaner.

Quellen
Peter Karmann
Peter Karmann
Senior Associate
Experte für High-Performing Teams

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